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Werdegang der DGPharMed

1985 wurden Dr. med. Claus Kori-Lindner zum Bundesvorsitzenden und Dr. med. Johanna Schenk zur Stellvertreterin (von 1985 - 1992), anschließend Dr. med. Thomas Wagner als Stellvertreter (von 1992 - 1994) gewählt.

Die beratenden Beisitzer erhielten zu ihren Ämtern jetzt definierte Aufgaben, weil das einsetzende stürmische DGPharMed-Wachstum dies erforderte. So stieg die Zahl der Mitglieder von ca. 150 (1985) auf über 1.100 bis zum Ende der Amtsperiode des Vorsitzenden (1994) an. Wichtig wurde eine strukturierte Organisation u. a. mit der Mitgliederverwaltung in den Händen von Dr. Dr. med. Peter Witte, der Finanzen in den Händen von Dr. Bernd Mangold und später der Kongress- und Fortbildungsorganisation in den Händen von Dr. Dr. med. Bernd Uehleke.

Das dynamische Wachstum ging zurück auf das starke Engagement und den konsequenten Einsatz der neuen Vorstandsmitglieder sowie dem breiten Interesse an den Zielen der DGPharMed-:

  • Profilierung und Förderung des Berufsbildes der Ärzte in der pharmazeutischen Industrie
  • Förderung der Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder
  • Vertiefung der fachlichen und persönlichen Kontakte der Mitglieder untereinander und zwischen ihnen und der Ärzteschaft im allgemeinen
  • Unterstützung der Mitglieder bei der Ausübung ihrer beruflichen Aufgaben und Pflichten. Um diese Ziele rasch in die Tat umzusetzen, entwickelte die DGPharMed ihre Aktivitäten auf breiter Basis:
  • Seit 1985 erscheint ein Berichts- und Informationsblatt für die Mitglieder. Zuerst als "Pharma-Arzt", dann als FÄPI-intern und seit 1999 als DGPharMed News. Die Hefte wurden von Beginn an 4 x im Jahr von Dr. med. Claus Kori-Lindner erstellt und vom E. Habrich Verlag herausgegeben.
    Ziel war und ist die Mitglieder über alle aktuellen Ereignisse und Neuerungen aus dem Umfeld der pharmazeutischen Medizin zu informieren. Die Schwerpunkte sind Arzneimittel-Prüfung, -Sicherheit, -Information, -Recht und Arzneimittelgesetz sowie Aktivitäten von Behörden und Institutionen (BfArM/PEI), EMEA, WHO sowie der ICH. Neue relevante Bücher, Personalien sowie seit neuestem Internet und Biotechnologie haben ihre eigenen Rubriken.
    FÄPI-intern bzw. DGPharMed News trugen mit dazu bei, die Gesellschaft zu profilieren und ihre Mitglieder als eigene Berufsgruppe mit spezifischen Aufgaben auch in der Öffentlichkeit darzustellen.
  • 1985 wurden regionale DGPharMed-Arbeitskreise installiert. Sie gehen auf die Anregung von Dr. med. Klaus Schlitter und Dr. med. Johanna Schenk zurück und wurden später von Dr. med. Matthias Langen betreut. Die heute 6 Arbeitskreise tagen in unregelmäßigen Zeitabständen, meist 2-4 mal im Jahr. Sie erfreuen sich eines regen, immer noch steigenden Interesses auch bei den Nichtmitgliedern. In manchen Arbeitskreisen können je nach Thema bis zu 130 Teilnehmer begrüßt werden. Hierzu tragen die externen Referenten aus Behörden, Institutionen und den Pharmaverbänden bei.
    Die Arbeitskreise fördern die regionalen Kontakte und bieten gleichzeitig eine gezielte Fortbildung zu aktuellen Themen. Die Veranstaltungen werden für das DGPharMed-Zertifikat und DGPharMed-Diplom anerkannt.
  • DGPharMed-Workshops finden seit 1985 in unregelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen statt wie z.B.: "Audits", "Nachzulassung-Mängelrügen", "Kosten-Nutzen-Bewertungen von Arzneimitteln", "AM-Sicherheit", "AM-Marketing", AM-Information" u. v. a.
    Die Workshops bieten der DGPharMed die Möglichkeit, bestimmte Probleme in kleinerem Kreis zu diskutieren und persönliche Erfahrungen einzubringen. Die Workshops fanden ihren Niederschlag in DGPharMed-Statements und Publikationen
  • DGPharMed-Publikationen wurden von Tagungen und Workshops wegen ihres allgemeinen Interesses auch als Bücher von der Fachgesellschaft veröffentlicht wie: „Ethik in der klinischen Prüfung“, Pharmakoökonomie in Deutschland“, „Anwendungsbeobachtungen“. Der Band „Ordnungsgemäße klinische Prüfung“ liegt 2000 bereits
    in seiner 5. aktualisierten und erweiterten Auflage als ein Standardwerk zur klinischen Prüfung vor.
  • DGPharMed-Arbeitsgruppen - besetzt mit Experten zum jeweiligen Thema - wurden ab 1985 zu speziellen Themenbereichen aktuell berufen. Die Ausarbeitungen und Statements wurden als Publikationen der DGPharMed einem breiten Interessentenkreis vorgelegt (Beispiele: Honorierung von klinische Prüfungen, Leiter der klinischen Prüfung mit seinen Anforderungen, Monitoring der klinischen Prüfungen mit einem Fortbildungskatalog, „5. AMG-Novelle" u.a. Nach Auftragserledigung wurden diese Arbeitsgruppen jeweils wieder aufgelöst.
    Die Arbeitsgruppen gingen ab 1995 in die DGPharMed-Projektgruppen über. Zur Zeit bestehen die Projektgruppen: „Ethikkommission“, „Medizinisches Marketing“, „Klinische Prüfung / GCP“ und die Kommission „Arzneimittelsicherheit“.
  • Ein „Goldene Gedächtnis“ für Fehlverhalten und mutmaßlichen Betrug in klinischen Prüfungen hatte seit 1988 Dr. med. Matthias Langen. Es wurde 2000 auf Dr. Dr. med. Franz Wingen übertragen.
  • ·1988 wurde der Stufenplanbeauftragte auf Mitbetreiben der DGPharMed in das AMG installiert. Als Qualifikation ist u. a. auch die Approbation als Arzt gefordert.
  • Ab 1992 fanden zusätzlich die DGPharMed-Herbsttagungen „Theorie und Praxis“ statt, die von Dr. Dr. med. Bernd Uehleke ins Leben gerufen und anschließend von Dr. med. Reinhard Hönig organisiert wurden. Sie stehen unter dem Motto „Erfahrungen von Mitgliedern für Mitglieder“.
    Aktuelle, praxisbezogene Themen, aus dem Umfeld der pharmazeutischen Medizin, wurden didaktisch aufbereitet und in Seminarmappen den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Besonders die Herbsttagungen vertieften die fachlichen, persönlichen Kontakte und förderten die Fort- und Weiterbildung. Sie führten der DGPharMed viele neue Mitglieder zu.
  • DGPharMed-Weiterbildung. Auf die Initiative von Dr. med. Bernd Mangold erfolgte die Installation der DGPharMed-Weiterbildungskommission.
    Unter der Federführung von Dr. med. Michael Behrends entstand 1994 die erste Interne Weiterbildungs- und Prüfungsordnung der DGPharMed zur Erlangung des DGPharMed-Zertifikats oder DGPharMed-Diploms.
    Die Prüfungs- und Weiterbildungskommission waren langfristig darauf angelegt, den Facharzt für „Pharmazeutische Medizin“ in der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer zu etablieren, Vorleistungen zu erbringen und eine entsprechende Organisation hierfür aufzubauen. Die Weiterbildungsinhalte sind Basis und Voraussetzung dazu.

 



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